Núria Rial unplugged

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Nach dem L’Arpeggiata-Konzert in der Philharmonie hatte ich geschrieben:
“Ich [hätte] ihnen hier am liebsten wirklich den Stecker aus dem Verstärker gezogen, um die Verletzlichkeit der Violinklänge und der Stimme wiederzuhaben”. Und einen Wunsch geäußert: “Noch lieber aber würde ich mir anhören, wie Rial, Capezzuto und der harte Kern von L’Arpeggiata Purcell ganz ohne Elektronik interpretieren.” (Was L’Arpeggiata in der Philharmonie mit Alter Musik anstellt und wie aus Purcell Jazz wird)

Heute Abend war die Sopranistin Núria Rial ein weiteres Mal in Luxemburg zu Gast im Rahmen der Rencontres musicales de la Vallée de l’Alzette. Ohne Purcell, ohne Arpeggiata, ohne Capezzuto, in der Steinseler Kirche. Nur Rial, begleitet von Artemandoline, dafür aber völlig unplugged.

Sospiri d’amanti – klassisch und unplugged

Und, wie war’s?
Kein “supreme thrill”, dafür war das Programm zu luftig. Aber: Obwohl die Begleitung der Kantata “Il Giuoco del quadriglio” von Antonio Caldara mir nicht optimal erschien, kam Núria Rials stimmliche Ausdruckskraft mit all ihren Nuancen bei dieser Performance voll zur Geltung. Keine Frage, “Núria unplugged” ist klasse!

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