John Cage ist …

John Cage ist toll. Ist tot. Er starb am … Egal, heute feiern wir seinen hundertsten Geburtstag.

Dass Künstler tot sind, macht es manchmal einfacher, sie toll zu finden. Wobei Cage, glaube ich, kein schwieriger Mensch war. Doch seine Musik … – lustig, höre ich? Spaßig? Ich würde der Einschätzung nicht widersprechen, aber sie ergänzen wollen. Schon vor seinem Tod war John Cage im Pantheon angekommen, es gehört sich, ihn toll zu finden, auch ohhne viel von ihm … gehört! zu haben. Und seinen Ruf als “lustig” verdankt er Werken wie 4’33”, das aus 273 Sekunden Stille besteht – in drei Sätzen, wohlgemerkt.

Lustig, aber listig. Im Tamino Klassikforum stößt man auf sehr verschiedene Interpretationen. Der Sinn sei, zu provozieren, “…das ganze Verhältnis von Publikum und Künstler umzudrehen. Die Musik kommt nun nicht mehr vom Pianisten, sondern vom (aufgebrachten) Publikum”, meint “der Lullist”. “Wulf” erkennt in dem Werk drei wichtige Themen, die Cages Schaffen geprägt haben: die Absichtslosigkeit, das Schweigen (“das bewußte Wahrnehmen der Stille”, “die Unmöglichkeit der Realisierung totaler Geräuschlosigkeit”) und die These “Kunst ist für jedermann und kann von jedermann gemacht werden”. Die “Originalaufführung” von 4’33” wird von “Kurzstueckmeister” so beschrieben: “Durch Zufallsoperationen hatte Cage drei Orte in New York ausgewählt, ihnen je einen Zeitraum zugeordnet. Ohne ein Klavier mitzunehmen führte er dann die Sätze auf, am Gehsteig stehend, teils in großem Verkehrslärm, lauschend.”

Immer noch lustig? Das fand ich seinerzeit auch, als ich zu seinem Klavierkonzert gearbeitet habe: Arbeiten heißt lesen, nachdenken und vor allem: hören. Nicht alles, was lustig ist, ist einfach. Ich habe mir das chaotische Musikstück mehrmals angehört, auf zwei (sehr) verschiedenen Aufnahmen und zusätzlich live in der Philharmonie. Die Bühneneffekte beim Klavierkonzert zum Beispiel kann man auf der CD der Uraufführung nur erahnen (Publikumsgeräusche), in meiner Studioaufnahme hört man nur noch die (nicht unerheblichen) “Nebengeräusche”, die von den Musikern des Barton Workshop ausgehen.

Genug geredet! Lest und höret!

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JOHN CAGE

Kein Klavierkonzert

Raymond Klein

Vor 50 Jahren stellte der Avantgarde-Komponist John Cage die Musikwelt auf den Kopf. Auch wenn seine Werke heute keine Skandale mehr provozieren, laden sie immer noch zum Nachdenken ein.

“Diese Noten können mit oder ohne andere Parts für andere Musiker vorgetragen werden. Es handelt sich daher um einen Posaunensolopart oder eine Stimme in einem Ensemble, einer Sinfonie oder einem Klavierkonzert. Obwohl es zwölf Notenblätter gibt, kann eine beliebige Anzahl von ihnen benutzt werden (auch überhaupt keines).” So lauten die Anweisungen an den Posaunisten auf der 180. Seite der Partitur des Klavierkonzerts von John Cage, das vor 50 Jahren, am 15. Mai 1958, in der Town Hall in New York uraufgeführt wurde.

Warum überhaupt eine Partitur bereitstellen, wenn am Ende die Musiker damit beliebig verfahren können? Die Brisanz dieser und anderer von John Cages Werk aufgeworfenen Fragen erklärt, warum jenes “Klavierkonzert” als Meilenstein der Musikgeschichte angesehen wird. Seinerzeit hatte ein Teil der musikalischen Avantgarde den Sprengstoff entdeckt, mit dem sie das enge Korsett der seriellen Kompositionstechnik aufbrechen konnte: den Zufall. In dem Klavierwerk “Music of Changes” von 1951 hatte Cage zum Beispiel auf das chinesische Orakel “Yi jing” zurückgegriffen, um “zufällige” Tonfolgen, Tempovariationen und andere Parameter und Anweisungen zu erzeugen. Die totale Freiheit beim Komponieren führte allerdings zu einer sehr detaillierten Partitur, also einer extremen Einengung der Möglichkeiten des ausführenden Pianisten.

Um auch diese Fesseln zu sprengen, griff Cage zu einem radikalen Mittel: Er komponierte Einzelstimmen für ein Klavierkonzert, mit denen die InterpretInnen sehr frei umgehen können. So heißt es in der Posaunenpartitur weiter zu den sehr hohen Noten: “[Sie] bezeichnen extrem hohe Klänge (oberhalb des hohen Es) oder Flageoletttöne; die Verwendung des Gehäuses einer Meeresschnecke; den Gebrauch des Mundstücks, mit oder ohne Schalltrichter, getrennt vom übrigen Instrument; das Bellen, Sprechen oder Schreien ins Instrument. Dies alles ist als Anweisung hinzugefügt, kann jedoch nach Belieben des Spielers gegen andere Geräuschelemente eingetauscht werden.”

Freiheit macht Spaß 

Ein solches Stück, von dem kaum zwei Aufführungen gleich ausfallen, ist schwer zu beschreiben. Allenfalls lässt sich das Klangerlebnis charakterisieren. Ein paar Takte völliger Kakophonie, das Klavier beschleunigt den Rhythmus, dann das aufgeregte Gackern der Flöte, das Quietschen der Klarinette – so beginnt die Aufnahme des Ensembles “Barton Workshop”. Im Verlauf des Konzerts kommen unerhörte Klänge hinzu: Die Musiker schreien, brabbeln oder röcheln in ihre Instrumente. Auch die Pianistin demonstriert Vielseitigkeit: Sie erzeugt metallische Klänge, wenn sie die Saiten mit der Hand zupft, und Perkussionseffekte mit Hilfe kleiner Gegenstände, die zwischen die Saiten eingeführt werden – eine als “prepared piano” bezeichnete, von Cage erfundene Technik.

Beim Hören treten die einzelnen Klänge in den Vordergrund. Das Ohr kann mehrere, völlig voneinander losgelöste Tonstränge verfolgen – wie im modernen Alltag: das Quietschen eines LKW, den Lockruf einer Amsel, das Plärren eines Radios. Die Ausgelassenheit, mit der die Barton-MusikerInnen an das Werk herangehen, ihre Freude am Geräusche machen ist spürbar. Aus dem Nebeneinander der Einzelstimmen wird, wohl weil sie aufeinander hören, ein Aneinander, doch kein wirkliches Miteinander. Mal sind die Tonfolgen aufstrebend, dann wieder sacken die Klänge in sich zusammen, mal scheint sich das Ensemble vorwärts zu bewegen, dann wieder auf der Stelle zu treten. Was man vermisst: ein musikalisches Thema, das exposiert und dann weiterentwickelt wird, eine Spannung, die aufgebaut und dann wieder gelöst wird. Stattdessen hört das Stück recht unerwartet auf.

Das Hörerlebnis ist nur eine Dimension von Cages Klavierkonzert, die andere ist etwas, das man als Konzept-Musik bezeichnen könnte. Die Vorstellung, dass man nur recht beliebige Teile einer Partitur in chaotischer Abfolge hört, regt zum Nachdenken darüber an, woher denn die “Ordnung” in einer “normalen” Komposition kommt. Andere berühmte Stücke ‘zum Nachdenken’ von Cage sind “As Slow as Possible” und 4’33”. Bei ersterem geht es darum, möglichst langsam zu spielen. 2001 startete eine Aufführung an der Orgel der Burchardi-Klosterkirche in Halberstadt (www.john-cage.halberstadt.de). Der nächste geplante Ton ist ein C-As-Akkord, der am 5. Juli angeschlagen wird – dauern soll das Ganze bis ins Jahr 2640.

Konzept-Musik

Auch das Klavierstück 4’33” ist etwas ‘eintönig’ – es besteht aus drei Sätzen “Stille”, wobei Satzbeginn und -ende jeweils durch das Auf- und Zuschlagen des Klavierdeckels angezeigt werden. Es geht unter anderem um die Erfahrung, dass es auch ohne Musik etwas zu hören gibt, zum Beispiel Publikumsgeräusche oder das Summen der Klimaanlagen. Eine lustige Idee, deren Potenzial aber schnell erschöpft ist? Keineswegs: Der Musikpädagoge Dieter Bührig hat neun Aufführungen des Stücks durch berühmte PianistInnen verglichen: Die Interpretationen reichen vom verkrampften Absitzen der 273 Sekunden (Christoph Eschenbach) bis zum schweigsamen Zigarrenrauchen über der Tastatur (Arthur Rubinstein). Interessant sind auch die Interaktionen zwischen den Interpreten, dem Publikum und dem 4’33” umgebenden Konzertprogramm.

Obwohl es “Einspielungen” solcher Stücke auf CD gibt – eigentlich gehört Konzept-Musik in den Konzertsaal -nährt sie sich aus der Unmittelbarkeit des Erlebnisses. Am vergangenen 15. März hatte das luxemburgische Publikum Gelegenheit, einer Aufführung des Klavierkonzerts durch das Ensemble Musikfabrik beizuwohnen. Zwar hatte die Werbung für das Konzert auf das Konterfei des langhaarigen Frank Zappa gesetzt, doch im Mittelpunkt des Programmhefts stand dessen Vorbild John Cage. Anarchie sei die Grundidee im künstlerischen Schaffen des Komponisten, hieß es im Text von Stefan Fricke. Seine Musik nehme eigentlich die Überwindung der jetzigen Gesellschaftsordnung vorweg, denn: “Ohne freien Willen sind individuelle Entscheidungen nicht zu treffen, und Cages Musik verlangt solche Bekundungen aus dem eigenen Zentrum heraus – zunächst mal von den Musikern, aber auch vom Publikum, das nicht vorgabegebunden hören und sehen soll, sondern all das wahrnehmen, was es umgibt.

So richtig befreit wirkte der Auftritt der Musikfabrik dann aber nicht. Brav befolgten die Interpreten Cages Angaben, hantierten mit Mundstücken, Dämpfern und anderen Utensilien und warfen gestresste Blicke zum Dirigenten. Der nämlich bestimmte das Tempo des Vortrags, eine Möglichkeit, die Cage vorgesehen hat. Der zum Chef beförderte Perkussionist – normalerweise spielt das basisdemokratische Ensemble ohne Dirigenten – ließ den Arm wie einen Uhrzeiger kreisen, mal langsam, mal schneller. Weil die Musiker die jeweilige Sequenz abschließen mussten bevor der Zeiger auf zwölf stand, sah man bei manchem Accelerando den Posaunisten hastig mit Mundstück und Verlängerungen hantieren.

Vielleicht war es das, was die zeitgleich auf der Bühne stattfindende Schachpartie zweier überzähliger Ensemble-Mitglieder ausdrücken sollte: Anders als Cages “Zufallsmusik” entwickelt sich eine Schachpartie aus einer inneren Logik heraus. Auch ein klassisches Stück, in das der Komponist einen Sinn gelegt hat, oder Jazz-Improvisationen, bei denen die Musiker gemeinsam einen Sinn erfinden, machen mehr Spaß. Und selbstverwaltet ist man ja sowieso bei der Musikfabrik.

Nostalgie des Skandals

Lustiger ging es da schon bei der Uraufführung zu. Das “25-Year Retrospective Concert of the Music of John Cage”, als Tripel-CD verfügbar, dokumentiert die Wirkung des Werks auf das damalige Publikum. Bereits bei den ersten Gurgel- und Stöhnpassagen kann man einige Pfiffe hören. Später, als ein spritzendes Geräusch ertönt, begleitet von Schlägen auf ein nicht identifizierbares Instrument, kommt es zur ersten Lachsalve. Schließlich hört man Applaus: Ein Versuch, die Aufführung zu unterbrechen, schreibt der damals anwesende Musikproduzent George Avakian im Booklet. Er vergleicht die Aufführung mit dem Skandal um Stravinskys Premiere des “Sacre du printemps” 1913. Der Aufruhr sei größer gewesen als seinerzeit in Paris, zitiert Avakian einen Zeitzeugen.

Es hat nicht verhindert, dass Cage, bei aller Provokation, zum Klassiker der Moderne geworden ist. Und dass das Publikum, wie in Luxemburg, den Aufführungen mit der gleichen Ehrfurcht begegnet wie der Matthäus-Passion von Bach.

woxx | 2008-05-08 | Nr 953

To love or not to love pussy … riot

Knowing that Luc would write an editorial about the Pussy Riot case (see below, in French), I did some “surfin’ research” – which explains why this post is a bit link-heavy.

“Amnesty International said it believed that the trial of the Pussy Riot defendants – Maria Alekhina, Ekaterina Samutsevich and Nadezhda Tolokonnikova – was politically motivated, and that they were wrongfully prosecuted for what was a legitimate – if potentially offensive – protest action. The organization considers all three activists to be prisoners of conscience, detained solely for the peaceful expression of their beliefs.”

Is there something to add? Yes. You may or may not enjoy their music, you may or may not find offensive that their radical political action took place in a church, and you might think that although their cause is just, they tend to show off a bit too much… Just take a look (and an hear) at their latest video, provided by The Guardian:

The topic is disputed, Luc being quite critical while the Guardian journalist Laura Snapes, although aware of the problems Luc raises, collected a lot of positive reactions when asking musicians about the Pussy Riot cause: “Have Pussy Riot sparked a new wave of grrl power?”

On the other hand, several reactions on German sites were rather negative. “Sunshinedaughter” thinks that two years of imprisonment may be a bit too much, but then again “they won’t have to work”, and what is left as a “redemption” may be justified by the “offensive” character of their action. Meanwhile the online music magazine “intro” calls them “Putin’s hidden helpers” – at least they put a question mark behind this title.

On a sidenote: of course there is always a Western propaganda bias in this kind of story. Interestingly, the Taliban massacre, mentioned by Luc as an example of other “martyrs”, might be just that kind of thing. Not that there wasn’t a slaughter of civilians, but the reason may have been different from the cliché-esque Taliban hate of freedom. This you’ll only know when reading one of the rare newspapers who is serious about information instead of just writing what people are supposed to wanna hear.

When Luc chose his subject, I kidded saying he should write about t.A.T.u. if he didn’t like the Pussy Riots. I’m not the only one to make the connection. “I think we need t.A.T.u. to do a benefit concert for them”, says Melanie on her blog. On Collegefotball.rivals.com (sic), they too care about Russian political activists, especially when young and female: “… probably following in the footsteps of ‘Tatu’, which featured two 17 year old Russian girls that posed as lesbian lovers… it worked…”, writes “thehellyousay”. Unclear what he means by his last two words.

But not all Russian musicians are Lesbians or rioters. Valery Gergiev, director of the St Petersburg Mariinsky Theatre and conductor at the LSO is someone whom I like as an artist, having even seen him at the Phil’ conducting Tchaikovsky’s Sixth – making me discover new aspects of that well-known symphony. His political opinions are less to my taste (see this article, where he explains his support to Putin). Well, as far as I know, he remained silent on the Pussy Riot issue … until this happened: “Gergiev is victim of Pussy Riot hoax“. Bad joke, claiming you’re the good guy when you really don’t wanna be.

Personally, I still feel a bit like “Ginger Beer”, who summed it up in an elegant way: “If they got 2 years in Russian jail for this little protest, they were right to protest.”

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RÉVOLTE

Deux poids, deux mesures

Luc Caregari

La mobilisation en faveur des punk-rockeuses et activistes russes de Pussy Riot est certainement louable, mais elle démontre aussi que l’engagement est une dynamique aux vecteurs très variables.

Il l’a fait. Vladimir Poutine, ou le système de justice russe qui est à ses ordres, vient de faire envoyer en Sibérie pour deux ans Nadejda Tolokonnikova, Ekaterina Samoutsevitch et Maria Alekhina – les trois membres du groupe Pussy Riot qui ont été arrêtés lors de leur action coup de poing dans la cathédrale moscovite du Christ-Sauveur le 21 février 2012, deux autres membres ayant pu échapper aux policiers. Le président russe s’inscrit donc dans la meilleure tradition du stalinisme et du tsarisme, qui aimaient bien exiler les opposants politiques dans le froid éternel.

Mais Poutine ne serait pas lui-même s’il n’avait pas d’autres desseins cachés derrière cette condamnation plus que ridicule. En laissant l’église orthodoxe au premier plan des accusateurs, il s’est habilement tiré de la ligne de mire, même si personne n’est dupe de la justice politisée instaurée sous son règne. Et puis, il a misé avant tout sur la division des forces oppositionnelles, dont beaucoup sont des chrétiens orthodoxes pratiquants et donc particulièrement choqués par cette action « blasphémique ». Même si les trois inculpées n’ont cessé de répéter qu’elles ne voulaient en aucun cas blesser les sentiments religieux de leurs compatriotes, mais au contraire mettre en évidence la mainmise du Kremlin sur l’église orthodoxe, leur message n’est pas passé.

Ce qui est passé par contre, c’est la « causa Pussy Riot » en Occident. Trois jeunes et belles femmes face à une machine de justice implacable, cela suscite l’empathie, et puis c’est sexy de s’engager pour elles. Tellement, que même les jeunes Verts luxembourgeois sont tombés dans le panneau et ont monté une action devant l’ambassade russe, déguisés en Pussy Riot. Cela promet pour les costumes d’Halloween. Et puis, cela ne changera rien, car le système Poutine a bien sûr incorporé cet effet dans ses calculs : cela lui permet d’encore mieux se démarquer d’un Occident incompréhensif par rapport à la Russie, comme il est montré dans les médias sous contrôle étatique, et de s’enfoncer encore davantage dans l’autisme autocratique.

Mais surtout, en donnant une telle exposition aux trois activistes russes, leurs ardents défenseurs font de l’ombre à tous les autres opposants politiques qui croupissent dans des geôles partout dans le monde. Et même à celles et ceux qui ne sont pas vraiment politiques. Par exemple en Afghanistan, la semaine dernière, dans la province de Helmand, les talibans ont décapité 17 personnes, dont deux femmes, tout simplement parce que ces personnes avaient osé écouter de la musique et de danser. Où sont les cris scandalisés de l’opinion publique occidentale face à ce crime qui dépasse l’entendement et par rapport auquel deux ans en Sibérie ne pèsent pas vraiment ?

C’est la face cynique de l’engouement pour les Pussy Riot. Les talibans ne sont pas tellement pop, ni vraiment sexy. Mais leurs victimes ne sont pas les seules à être oubliées par le public. Qui parle encore d’un Bradley Manning qui croupit dans une cellule isolée aux Etats-Unis, parce qu’il est suspecté d’avoir livré des informations à Wikileaks ? Qui parle des autres opposants politiques enfermés en Russie, en Chine, en Arabie Saoudite et dans des tas d’autres régimes autocratiques ou pseudo-démocratiques ? Ces gens là doivent attendre leur tour pour être illuminés du projecteur de l’opinion publique, et puis ils retomberont dans l’oubli dès que le prochain martyr se présente. Et il y en aura toujours.

About me thinking and writing, seeing and shooting, plus going to China

This is the first post of my blog “2.0”. I started with a little WordPress blogging about music (Vill Harmonie) almost two years ago. Meanwhile I did collect a lot of ideas on what my “future blog” would be. This now is the real thing.

Calling it “.0” means that I’m starting to post, but am not yet satisfied with the looks and the details. Some weeks from now, I’ll hopefully reach level “2.1” ;-)

More on this, and the stuff mentioned in the title, will come later. Soon!